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Arbeitsgruppe Sprache und Literatur


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Alexander Oswald Eret
(Arbeitskreisleiter)
wurde im Revolutionsjahr 1968 in Prag geboren. Bereits in seiner Prager Schulzeit schrieb der zweisprachig erzogene A. O. Eret Kurzerzählungen, verfasste Lyrik, später Zeitungsartikel und Prosaübersetzungen.
Sein politisch unbeugsamer Vater wanderte 1979 nach mehreren willkürlichen Verhaftungen  durch  die  tschechoslowakische  Stasi  zu  österreichischen  Verwandten nach Wien aus. Seine heimatverbundene Mutter verblieb freiwillig in Prag.
 
Nach der Reifeprüfung und Ausbildung zum Bauingenieur erreichte A. O. Eret 1990 seine Ausbürgerung aus der CSSR und übersiedelte in der Überzeugung, dass auch in einem Böhmen unter V. Havel keine Besserung der gesellschaftspolitischen Lage zu erwarten sei, endgültig zu seinem Vater nach Wien, wo er als Hochbauingenieur und nebenberuflicher Autor arbeitet und lebt.
 
Seinem Lebensmotto - dem Bekenntnis zur historischen Wahrheit - widmete er mehrere Beiträge in den Printmedien in Österreich, der Bundesrepublik Deutschland und Tschechien. 1997 erschien in zweisprachiger deutsch-tschechischer Fassung unter dem Titel „Vergiss  die Träume nicht!“ ein Sammelband seiner Jugendgedichte und kurzer Prosatexte.
 
Zwei Jahre später veröffentlichte der Autor eine Sammlung historischer Abhandlungen „Guten Abend, Abendland!“, die sich auf die Geschichte Böhmens, des Sudetendeutschtums sowie des christlichen Abendlandes beziehen. Im Jahr 2001 erschien ebenfalls im Eigenverlag seine Kurzgeschichten- und Novellensammlung „Zufällige Begegnungen“.
 
In jenem Jahre hatte A. O. Eret auch noch das große Glück, den kulturellen Förderpreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft für Literatur und Publizistik zu empfangen.
 
Seit 2002 gehört er dem Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender (AEK) an.


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Elfriede Bidmon wurde 1937 in Altkinsberg bei Eger (jetzt Tschechische Republik) geboren, ist in Schwabach aufgewachsen und lebt nun in Rednitzhembach.

Sie schreibt Lyrik und Prosa in Hochdeutsch und fränkischer Mundart und ist Mitglied des Autoren Verbandes Franken, des Arbeitskreises Egerländer Kulturschaffender und des Collegiums Nürnberger Mundartdichter. Durch ihre Bücher und Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen, durch ihre Beiträge in Rundfunk und Fernsehen und durch ihre Lesungen bei vielen kulturellen Veranstaltungen, auch in der Tschechischen Republik, wurde sie einem breiten Publikum bekannt.

Bisherige Buchveröffentlichungen: Greina mechst, wennsd kenntst (1991; 1941 Neuauflage), Allmächt, des aanu (1994), Aamol Christkindla saa (1995 mit der Weihnachtsgeschichte „Di Hali Nacht nach den Lukas- und Matthäus Evangelien), Eine kleine Wallfahrt durch 330 Jahre Maria – Loreto – Gnadenstätte im Egerland (1994; 2002 sechste erweiterte Auflage).

Das Buch „Eine kleine Wallfahrt durch 330 Jahre Maria – Loreto – Gnadenstätte im Egerland“ dokumentiert die Gründung (ab 1664), die Zerstörung (ab 1948) und den Wiederaufbau (ab 1992) der Wallfahrtsstätte in Altkinsberg.Hierfür erhielt Elfriede Bidmon von Erzbischof Angelo Comastri (Loreto / Italien) die Gedenkmedaille VII Centenario Lauretano und vom Landkreis Tirschenreuth die Ehrennadel in Silber. Exemplare der Broschüre besitzen u. a. der Vatikan, die Bibliothek der Santa Casa in Loreto / Italien (alle Auflagen), der Erzbischof von Loreto, die Bischöfe von Pilsen (CZ) und Fatima (P) sowie der ehemalige tschechische Staatspräsident Vaclav Havel.

Neuerscheinung: Loreto – Einschicksalsroman (2007), für diesen Roman wurde Elfriede Bidmon mit dem „Elisabeth – Engelhardt – Literaturpreis“ des Landkreises Roth ausgezeichnet.


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Anna Theresia Fußnegger
(geb. Jedlitschka), die im Jahr 1928 geboren wurde, hat ihre Wurzeln im Egerland: Neuzedlisch/Tachau – Kuttenplan – Marienbad.

1948 bekam sie die Zuzugsgenehmigung für ihre neue Heimat in Frankfurt / Main und lebt seit 1965 in Kelkheim im Taunus.

Sie ist Lyrikerin und malt zu ihren eigenen Texten Bilder in zartem Pastell. Diese ergänzen die Ausdruckskraft ihrer Worte. Erkennbar sind in der Poesie von Wort und Bildgestaltung eine tiefe Naturverbundenheit. In den Worten entdecken wir die philosophische Suche über das ICH hinaus in die Unendlichkeit des Raums. Ihre Poesie berührt durch den Kreis von Wahrnehmung, Gedanken und Empfindungen. Zart und mit Ernst zeichnet sie Gefühlsbeziehungen auf und stellt sich Problemen. Dies tut sie auch mit Nachdruck in ihren Lesungen. Es ist nicht leicht, Lyrik verständlich vor einer größeren Gruppe vorzutragen, das wusste schon Aristoteles. Er setzte das einsame Lesen voraus: „Der Genuss der Poesie besteht fast nur im stillen Lesen“.

„Das Alte bewahren – das Neue leben“ ist ihr Leitspruch. Sie ist ein kritischer Betrachter des Zeitgeschehens und der gesellschaftlichen Entwicklung. Brückenbauer möchte sie sein – ohne Brücke kein Übergang. Ihre Gedichte sind erfüllt von Liebe und Leidenschaft – auf der Suche nach Wahrheit und Weisheit. Dem Humor ist sie treu geblieben, ebenso dem Tanz und der Musik.

Ihre Bücher sind mit eigenen Bildern illustriert. Es erschienen:

1992 „Geheimnisvoll ist unser Wurzelwerk“: Aus dem Vorwort: Erlebnisse und Wahrnehmungen werden sprachlich und malerisch gefiltert und so auf eine neue Betrachtungsebene gehoben.

2000 „Ich habe die rosa Brille verloren“ Aus dem Vorwort: Die rosa Brille ist uns geschenkt als Hoffnungsträger, der uns beflügelt, Wagnisse einzugehen.

NEUERSCHEINUNG: Edition blaue Feder in Dieburg ISBN 13-978-3-980 8645-5-3

2008 „Am Spinnrad unserer neuen Zeit“ Aus dem Vorwort: Flammen umzüngeln das Leben. Wärme gibt Kraft. Ist die strahlende Kraft der Seele die Energie der Zukunft? – Unsere vernetzte Welt gleicht dem Spinnennetz der Natur.


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Edith Hartmann
wurde 1927 in Karlsbad geboren.

Sie absolvierte eine kaufmännische Lehre. Ihre Musikstudien absolvierte sie bei Prof. Walter Goll, Karlsbad (Karlovy Vary) und bei Prof. Freiherr von Waltershausen, München. Sie war Mitglied des Darmstädter Studienkreises für freie und angewandte Zeichenkunst, Grafik und farbiges Gestalten. Freiberuflich war sie tätig als Schriftstellerin, Grafikerin und Illustratorin. Ihre literarischen Beiträge wurden übertragen im Südwestfunk, Hessischen Rundfunk, sowie im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF).

Ihre Veröffentlichungen waren abgefasst in Prosa und Lyrik und erschienen unter Sirmione Zinth im Verlag Karlheinz Hartmann, Friedrichsdorf im Taunus und Frankfurt/Main.



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Herta Huber
(geb. Hoyer) wurde am 24.01.1926 in Schönbach, Bezirk Eger geboren.

Sie besuchte die Schulen in Schönbach und Eger (Cheb), danach die Schwesternschule in Tutzing am Starnberger See. 1943 wurde sie zum Reichsarbeitsdienst (RAD) einberufen und leistete bis zum Kriegsende den Kriegshilfsdienst bei der Luftwaffe ab. In Schönbach heiratete sie im Juli1946 noch ihren Mann und wurde im selben Jahr noch vertrieben. Nach einigen Irrfahrten, deren Stationen Amberg, Schwabach und Immenstadt waren, siedelte sie sich mit ihrem Mann in Martinszell / Allgäu an. An der Hauptschule in Immenstadt war sie als Schulsekretärin angestellt. Sie hat einen Sohn, eine Tochter, acht Enkelkinder und vier Urenkel.

Ihre Publikationen: Vier Mundartbücher (Egerländer Mundart) sind im Kolb- und Preussler-Verlag erschienen. Sie schrieb ausserdem zwei Bücher in Hochdeutsch mit den Titeln „…aber Brennessel wächst schneller“ und „Kinderzeit im Egerland“. Ihre Beiträge erschienen in Jahrbüchern, Zeitungen (u. a. Prager Volkszeitung), Anthologien und beim Rundfunk. Ihr Motto war: „Schreiben gegen die seelischen Verletzungen der Heimatvertreibung“. Sie hielt Lesungen in Bayern, Hessen und nach den Grenzöffnungen in Sachsen und in der Tschechischen Republik.

Ausgezeichnet wurde sie mit der Bundes – Ehrennadel des Bundes der Eghalanda Gmoin e. V., dem Bundes – Ehrenzeichen des Bundes der Eghalanda Gmoin e. V., der Ehren – Urkunde des Egerer Landtages, dem Ehrenzeichen der Sudetendeutschen Landsmannschaft.


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Gertrud (Trautl) Irgang
(geb. Pleyer) wurde am 21.03.1926 in Eger (Cheb) geboren.

Sie besuchte dort auch die Volks- und Mittelschule mit dem Abschluss im Jahre 1942. Sie fand eine Anstellung im Bauamt in Eger. 1946 wurde sie vertrieben und siedelte sich im hessischen Wetzlar an. 1948 heiratete sie einen Egerländer Landsmann. Ihre drei Söhne schafften alle das Abitur und sind erfolgreich in ihren Berufen als Bankkaufmann, Lehrer am Gymnasium und als Mitarbeiter bei BMW in München. Aus beruflichen Gründen zog sie 1962 von Wetzlar nach Siegen um. Nach 44 Jahren in Siegen musste sie aus gesundheitlichen Gründen in ein Altersheim nach Neunkirchen / Siegerland umziehen. Trotz ihres hohen Alters war sie mit über 80 Jahren noch immer schriftstellerisch für Egerländer Heimatzeitungen tätig.

Ihr literarisches Schaffen umfasste ein Buch “Originelle Leute aus dem Egerland“, vier Gedichtbände in Schriftdeutsch und Mundart und etwa 1.000 Berichte, Erzählungen und heimatliches Brauchtum.


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Josef Kempf wurde am 30.01.1935 in Elbogen (Loket) bei Karlsbad (Karlovy Vary) geboren.

Nach Krieg und Vertreibung Gymnasialzeit in Miltenberg / Main. Wegen schwerer Krankheit musste er seine Berufsausbildung abbrechen. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Büromaschinenverkäufer legte er 1965 das Abitur am Abendgymnasium in Essen ab. Er studierte Germanistik, klassische Philologie und Philosophie an der Universität Bonn. Bis 1993 war er tätig als Lehrer am Beethoven – Gymnasium in Bonn.

Er veröffentlichte seine Gedichtbände (u. a. „Schreib in den Sand“ 1974 und „Licht und Stille“ 1982). Außerdem zahlreiche Satiren, Essays und Reisprosa in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, Anthologien und Rundfunkanstalten. Er erhielt 1972 den Sudetendeutschen Literaturpreis, 1981 den Andreas-Gryphius-Preis in Düsseldorf, 1996 den Nordgau-Literaturpreis in Regensburg und 1999 den Literaturpreis der Esslinger Künstlergilde.

Er ist Mitglied des P.E.N.-Clubs, der Künstlergilde Esslingen und der Europäischen Autorenvereinigung „KOGGE“.



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Renate Elisabeth Hildegard Kolb
(geb. Stübiger) wurde am 25.02.1942 in Erfurt/Thüringen geboren. Kurze Zeit später zog die Familie nach Fleissen (heute: Plesna. Egerland).

Nach der Vertreibung aus Fleissen, lebte sie in Feichten bei Altötting, Bad Tölz und sechs Jahre am Bodensee. Seit 1972 lebt sie in Nauheim/Südhessen. Ihre Ausbildung zur Erzieherin erhielt sie in Darmstadt, die sie 1961 mit dem Staatsexamen abschloss. Sie arbeitete 20 Jahre als Erzieherin. Durch ihre Ausbildung an der Sportschule Frankfurt/Main unterrichtete sie im Hortbereich und im Sportverein.

Sie spielt Gitarre und Flöte. Sie dichtet und vertont selbst. Auf der Geige wird sie von ihrem Mann Heinrich begleitet. Sie ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder und ein Enkelkind.

Renate Kolb hat am 23.10.2010 in Marktredwitz den Förderpreis zum Egerländer Kulturpreis „Johannes-von-Tepl“ für ihr Werk „Der Apfelbaum“ erhalten.